Einheitliche Sichtbelege über alle Formate hinweg

von | Apr. 11, 2025 | Blog, E‑Finance

Aktuell bewegt wohl kaum ein The­ma im Bere­ich der kaufmännischen Prozesse die Gemüter so stark, wie der seit dem Jahres­be­ginn 2025 verpflich­t­ende Emp­fang von E‑Rechnungsformaten. Auch wenn der Fokus bei der E‑Rechnung auf der Automa­tisierung von Prozessen liegt, wird ein Ele­ment in der Prozess­kette zur Ver­ar­beitung von E‑Rechnungen oft vernachlässigt: die Bedi­en­fre­undlichkeit. Denn wo die Dunkelver­ar­beitung nicht gewollt oder möglich ist, bleibt es in der Prax­is bei ein­er manuellen Prü­fung und Freiga­be von Rech­nun­gen durch den Men­schen.

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Lei­der erzeugt die Vielzahl an E‑In­voic­ing-Stan­dards im nationalen und inter­na­tionalen Rech­nungsverkehr auch beim The­ma Sicht­be­leg Prob­leme. Die unter­schiedlichen E‑Rechnungsformate kom­men teil­weise – wie bei ZUGFeR­D – mit ein­er klas­sis­chen beleghaften Darstel­lung der Rech­nung als PDF, teil­weise aber auch ohne – wie bei der deutschen XRech­nung oder der ital­ienis­chen Fat­tura PA.

Für die inhaltliche und fach­liche Prü­fung ein­er Rech­nung durch die Mitar­bei­t­en­den in den Unternehmen ist das maschi­nen­les­bare XML-For­mat der E‑Rechnung wenig geeignet. Men­schen wollen Rech­nungs­belege in der für sie bekan­nten Form zur Prü­fung bekom­men. Ein fehlen­der Sicht­be­leg stört den Freiga­be­prozesse erhe­blich.

Selb­st wenn Sicht­belege bei der E‑Rechnung mit­geliefert wer­den, unter­schei­den sich diese in der Regel in Auf­bere­itung, Gestal­tung und Lay­out deut­lich voneinan­der und sind oft unüber­sichtlich. Die User müssen somit immer wieder das jew­eilige Rech­nungslay­out ver­ste­hen und die rel­e­van­ten Infor­ma­tio­nen zur Prü­fung entsprechend suchen – ein nicht zu unterschätzender Aufwand.

Zudem ist der ggf. mit­gelieferte Sicht­be­leg nicht rechtlich bindend und wie die Prax­is zeigt – ins­beson­dere bei ZUGFeR­D – immer wieder auch ein­mal fehler­haft. Für die Ver­ar­beitung ein­er E‑Rechnung und damit auch für eine manuelle Prü­fung und Freiga­be ist auss­chließlich der dig­i­tale Daten­satz rel­e­vant.

Zwar kann mit geeigneten Softwarelösungen – beispiel­sweise mit unser­er Lösung e‑invoice pro – geprüft wer­den, ob die Inhalte des mit­geliefer­ten PDF-Sicht­belegs mit den Dat­en des XML-Daten­satzes übere­in­stim­men, doch auf welche Weise soll dem User bei Diskrepanzen der kor­rek­te Daten­satz angezeigt wer­den?

Unsere Lösung zum umfassenden E‑Rechnungsmanagement wird daher zukün­ftig fol­gende Option bieten: unabhängig vom Ein­gangs­for­mat wird basierend auf dem XML-Daten­satz – automa­tisiert und audi­tier­bar – ein ein­heitlich­er Sicht­be­leg in PDF-Form erzeugt und für die User zur visuellen Prü­fung ange­boten.

Ein beispiel­sweise bei ZUGFeR­D mit­geliefertes PDF kann wahlweise ver­wor­fen, nach einem optionalen Abgle­ich mit dem XML-Daten­satz im Fehler­fall gemeldet oder als zusätzlicher Beleg mit­ge­führt wer­den.

Vier wesentliche Vorteile des einheitlichen Sichtbelegs

  1. Die User bekom­men immer einen ein­heitlich for­matierten Sicht­be­leg zur Prü­fung und Freiga­be, auf dem sie alle rel­e­van­ten Felder und Posi­tio­nen immer an den gle­ichen Stellen vorfind­en – auch bei inter­na­tionalen E‑In­voice-For­mat­en. Das vere­in­facht die manuelle Prü­fung deut­lich.
  2. Der neu gener­ierte, ein­heitliche Sicht­be­leg kann auch unabhängig von dem eigentlichen XML-Daten­satz der E‑Rechnung in ver­schieden­sten Anwen­dun­gen genutzt wer­den. Beispiele hier­für sind die Zuord­nung zu Kun­den- oder Liefer­an­te­nak­ten oder zu Pro­jek­tun­ter­la­gen. In diesen Fällen geht es in der Regel um Doku­men­ta­tion­szwecke und alle betrof­fe­nen Sys­teme wer­den PDF anzeigen können.
  3. Bei der langfristi­gen Auf­be­wahrung im Sinne der revi­sion­ssicheren Archivierung ist der struk­turi­erte Daten­satz rechtlich bindend. Allerd­ings ist der gener­ierte PDF-Sicht­be­leg eine sin­nvolle Ergänzung des XML-Daten­satzes, da er auch archiviert für den Men­schen ein­fach les­bar sein wird.
  4. Last but not least ist der von e‑invoice pro gener­ierte Sicht­be­leg weitest­ge­hend bar­ri­ere­frei und kann damit auch von Mitar­bei­t­en­den genutzt wer­den, die auf einen bar­ri­ere­freien Arbeit­splatz angewiesen sind.

„Ohne einen verlässlichen und ein­heit- lichen Sicht­be­leg für die inhaltliche Prü­fung und Freiga­be ist die E‑Rechnung wenig prax­is­tauglich. Men­schen wollen Belege und kein XML.“

Tobias Widmann

Product Owner E‑Finance und Experte für E‑Rechnungen, Insiders Technologies GmbH

Der neu­gener­ierte Sicht­be­leg bietet alle rel­e­van­ten Infor­ma­tio­nen im notwendi­gen Umfang kom­pakt und über­sichtlich an. Er unter­schei­det sich damit deut­lich von bish­er auf dem Markt ange­bote­nen Tech­nolo­gien, die – wenig prax­is­tauglich – selb­st für kurze Rech­nun­gen oft mehr­seit­ige Sicht­belege gener­ieren.

Für unsere Kun­den und Part­ner wird es zudem die Möglichkeit geben, per Cus­tomiz­ing den Umfang des Sicht­belegs zu bes­tim­men sowie dessen Design mit Far­ben, Schriften usw. selb­st festzule­gen.

Zudem bietet unsere Lösung den Vorteil, auch für inter­na­tionale For­mate über­greifend ein­heitliche Sicht­belege erzeu­gen zu können. Das sorgt für Effizienz in der Nutzung und baut Hür­den beim Verständnis ausländischer Belege ab.